Schreiben für Twitter: Tipps für Geschichten in 140 Zeichen

140 Zeichen sind genug, um eine Geschichte zu erzählen, einen Kommentar abzugeben, neugierig zu machen. Wenn sie gut geschrieben sind. Drei Beispiele aus meiner Timeline, die aufgefallen sind.

Facebook: Leitfaden für Politiker

Politik 2.0 mit FacebookFacebook Berlin hat einen Leitfaden für Politiker zur Nutzung von Facebook veröffentlicht.

“Jeden Tag rufen Millionen von Menschen weltweit Facebook auf, um mit ihren Freunden in Verbindung zu treten und Inhalte, die ihnen gefallen, mitanderen zu teilen. Dieser Leitfaden soll Politikern und Amtsträgern helfen,Facebook-Seiten optimal zu nutzen, um ihre Botschaft zu vermitteln und tiefe und dauerhafte Verbindungen zu ihrem Publikum aufzubauen.”

Gründe für den Einsatz von Facebook für Politiker

Im 22seitigen Dokument werden neben aktuellen Zahlen Gründe für den Einsatz von Facebook für Politiker dargelegt:

  1. Neue Zielgruppen
    Durch Facebook können neue Zielgruppen erreicht werden, die mit den bisherigen Kommunikationsinstrumenten nicht oder nur schwer erreicht werden konnten. Die Kommunikation über Facebook bietet ein niedrigschwelliges Kontaktangebot.
  2. Umfrage und Meinungsbildung
    Durch Facebook kann echtes und wertvolles Feedback direkt von den Wählern generiert werden. Facebook kann als Umfrage- und Meinungsbildungsinstrument (auch zwischen den Wahlen) eingesetzt werden. Die eigene Position und die gesetzten Themen können im Unterstützerkreis getestet werden.
  3. Erreichbarkeit für Wähler
    Politiker können über Facebook Nähe demonstrieren und sind für Ihre Wähler erreichbar. Mit Online-Bürgersprechstunden kann der Dialog mit Wählern und Sympathisanten geführt werden, unabhängig von örtlichen Veranstaltungen.
  4. Schnelles Reagieren
    Facebook ermöglicht es Politikern, auch gerade während laufenden Debatten, direkt auf die Argumente von Kollegen öffentlich einzugehen. Bei politischen Ereignissen können Politiker schnell, mobil und ohne technisches Wissen mit einem Statement reagieren.
  5. Kampagnen
    Facebook bietet die Möglichkeit unkompliziert digitale Kampagnen zu lancieren, beispielsweise im Vorfeld der Kandidatenaufstellung, im Wahlkampf oder bei der inhaltlichen Positionierung zu Themen.

Warum eine Facebook Seite und kein Facebook Profil?

Politiker sollten Facebook Seiten anstelle von privaten Profilen nutzen. Die Nutzung von Facebook Seiten gegenüber privaten Profilen haben folgende Vorteile:

  1. Unbegrenzte Anzahl Fans
    Ein Facebook Profil ist auf 5’000 Freunde beschränkt, eine Facebook Seite ist unbegrenzt. Auf einer Facebook Seite müssen keine Freundschaftsanfragen manuell bearbeitet werden.
  2. Öffentliche Sichtbarkeit
    Eine Facebook Seite ist immer öffentlich und auch für nicht angemeldete (Facebook) Nutzer sichtbar. Seiten werden von Suchmaschinen indexiert und bietet daher eine erhöhte Sichtbarkeit in den Suchergebnissen.
  3. Analyse und Auswertung
    Facebook Seiten bieten diverse Analysemöglichkeiten. Die Performance kann auf Grund von Statistiken analysiert und optimiert werden.
  4. Applikationen
    Facebook Seiten erlauben die Einbindung von eigenen Applikationen, Tools und Plugins (Startseiten, Newslettereinbindungen, Social by Design Applikationen, Badgegeneratoren, etc. etc.)
  5. Werbung
    Facebook Seiten und die Beiträge von Facebook Seiten können via Facebook Ads beworben und somit einem grösseren Publikum zugänglich gemacht werden. Die Reichweite kann somit extrem erhöht werden.

Leitfaden zum Download

Der Leitfaden kann bei Scribd.com heruntergeladen werden.

 

Eventuell hätte Ueli Maurer und sein Team ebenfalls den Leitfaden lesen sollen …

 

Facebook: Sehr geehrter Herr Bundespräsident Maurer

Die ehemalige Facebook Seite von Bundespräsident Ueli Maurer

Die ehemalige Facebook Seite von Bundespräsident Ueli Maurer

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Maurer

Via Presse ( NZZ, Tagi und 20min.ch) habe ich heute erfahren, dass Sie nach kurzer Testzeit Ihre im Januar eröffnete Facebook Seite wieder schliessen und vom Netz nehmen. Es war zu lesen, dass Facebook Ihre Erwartungen nicht erfüllt habe, dass die Diskussionen häufig sehr oberflächlich geführt wurden, dass Substanz fehlte. Ebenfalls konnte man lesen, dass Sie mehr Möglichkeiten für ein persönliches Zusammentreffen schaffen möchten, neue Begegnungen mit Ihren Untertanen erleben möchten “direkt, authentisch und von Angesicht zu Angesicht”.

Kein Dialog, keine Substanz

Alles schön und gut, leider Herr Bundespräsident Maurer, alles leeres BlaBla, wie man es leider von vielen Politikern täglich hört. Genau das direkte und authentische Begegnen mit Ihren Untertanen hätten Sie auf Facebook sehr gut erreichen können, hätten Sie sich mit der Materie auseinandergesetzt und nicht einfach durch Ihre Kommunikationsleute leere Inhaltshülsen auf Facebook publiziert. Ich habe Ihr Wirken auf Facebook vom ersten Tag an verfolgt, Ihre Beiträge gelesen, mich sogar ab und zu an diesen oberflächlichen Diskussionen ohne Substanz beteiligt. Was mir dabei aber auffiel, ist der Umstand, dass Sie, bzw. Ihre Kommunikationsfachleute sich nicht oder nur kaum am Dialog beteiligten. So funktioniert natürlich Kommunikation auf Facebook nicht – wir sprechen bei Facebook von einem interaktiven Kommunikationsmedium, nicht senden, sondern auch empfangen, bzw. zuhören. Leider ist dies eine Gabe, die vielen fehlt, anscheinend leider auch Ihnen, lieber Herr Bundespräsident Maurer. Ohne Dialog gibt es keine wirklichen Diskussionen und ohne Diskussionen fehlt die Substanz. Ehrlich gesagt, fehlte mir auch in diversen Beiträgen von Ihnen die Substanz, viele Beiträge waren sehr oberflächlich, entsprechend auch die Kommentare Ihrer noch jungen und überschaubaren Fangemeinde.

Von nichts, kommt nichts

In den Zeitungsmeldungen war zu lesen, dass Facebook Ihre anscheinend sehr hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte. Facebook wird allerdings nie Erwartungen erfüllen können, solange Facebook das Ziel ist. In meinen Facebook Marketing Seminaren lehre ich den Teilnehmern, dass Facebook nie das Ziel sein darf, sondern nur immer Mittel zur Zielerfüllung. In Ihrem speziellen Fall also ein Instrument um in Ihrem Präsidialjahr als Bundespräsident die Nähe zu Ihren Untertanen zu suchen, bzw. zu pflegen. Nun, wenn Sie sich jedoch nicht aktiv, authentisch und direkt dem Dialog stellen und Massnahmen treffen, dass Ihre Dialogversuche das gewünschte Publikum erreichen, dürfen Sie nichts erwarten. Gerade wenn man als Politiker eher nur durch Einkaufstouren im Zusammenhang mit Erkältungen Gripen wahrgenommen wird und auch eher sonst nicht als Kommunikations-Shooting-Star gilt, wäre hier vielleicht eine sinnvolle Strategie notwendig gewesen. Die Strategie dürfte dann allerdings nicht die reine Präsenz auf Facebook mit ein paar eher oberflächlichen Postings beinhalten – da wäre wesentlich mehr notwendig gewesen. Eigentlich schade Herr Bundespräsident Maurer, dass Sie und Ihre Kommunikationsfachleute die Chance nicht nutzten, Sie wirkungsvoll und effektiv als WebUeli2.0 zu positionieren, mit regelmässigen Videobotschaften, Chat-Sessionen mit Fragerunden, Umfragen und aber auch persönlichen Statements Ihren Untertanen auf eine authentische und direkte Art und Weise zu involvieren. Aber eben, diese Dinge sind mit Arbeit verbunden, mit viel Arbeit, gerade wenn man nicht der Obama der Schweiz ist.

Kurzer Versuch…

Wie anfänglich erwähnt, verfolge ich Sie auf Facebook seit dem Beginn Ihrer Aktivitäten anfangs Jahr. Das sind nun noch nicht einmal 4 Monate. Unternehmen wie Migros, Swisscom, Swiss oder andere Schweizer Sympathieträger benötigen Monate und Jahre Ihre Communities aufzubauen, Dialog zu initiieren und zu fördern. Die daran beteiligten Mitarbeiter bilden sich laufend weiter, ajustieren ihre Strategien und adaptieren Neues tagtäglich. Sie, als höchster Schweizer, denken, dass Sie bereits nach 4 Monaten tiefgehende und substanzielle Diskussionen führen sollen können. Bitte überlegen Sie einmal, wie viel Zeit in andere Dinge investiert werden muss, bis etwas zum Erfolg wird? Beispielsweise in den unnötigen Kauf von Gripen Flugzeugen investieren Sie schon fast seit Beginn Ihrer Amtszeit – auch hier dürften Ihre und auch meine Erwartungen noch nicht erfüllt worden sein – trotzdem machen Sie authentisch weiter, nahe am Volk…

In diesem Sinne, Herr Bundespräsident Maurer, wünsche ich Ihnen auch ohne Facebook Präsenz viel Erfolg, ich hoffe, dass Sie bei den zukünftig häufigeren öffentlichen Begegnungsmöglichkeiten mehr Leute antreffen und in Gespräche involvieren können, halt ganz analog, von Angesicht zu Angesicht wie das Anno dazumal bereits gang und gäbe war. Für die Schweiz hoffe ich, dass der nächste Bundespräsident oder die nächste Bundespräsidentin im Jahre 2014 ein bisschen moderner, zukunftsgerichteter und auch geduldiger vorgeht.

Viel Glück und alles Gute!

Thomas Hutter

 

PS ein bisschen Sympathie in der digitalen Welt haben Sie ja doch, das YouTube Video mit Ihnen als Hauptdarsteller wurde nun doch schon über 160’000 mal abgerufen! Nicht ganz Justin Biber oder Gangnam Style like, aber auf gutem Weg…

 

 

What Do Central Banks Fear? Gold, Silver and Now Bitcoins

Central bankers fear any currency they cannot control the issuance of. Therefore it is of no surprise to see that gold and silver have been relentlessly beaten lower and kept in a trading range for the last year.

What’s the reason, you ask? Precious metals are the canary in the coal mine. When gold and silver prices rise sharply, people begin to look around and question the stability of the economy. They ask “is there something wrong?”.

Something most certainly is wrong. All you have to do is look around and see the ever increasing financial crises that seem to occur on an almost weekly basis. Cyprus, Spain, Greece, Italy, Ireland, and need I go on?

Central bankers have a vested interest to keep the price of gold and silver manipulated lower and they have been doing a stellar job as of lately, but this won’t continue on forever. The dam will break and when it does prices will rise sharply.

Another currency that is all the rage right now are “bitcoins“. A decentralized crypto currency that has taken the world by storm. Cyprus citizens have flocked to the digital currency in droves ever since they have been frozen out of their bank accounts by the Cyprus government.

Bitcoin is a digit currency based solely on a thus far “uncrackable” algorithm and is referred to by many as “digital gold”, due to it’s built in scarcity. To shut bitcoin down, you would have to shut down the internet since it is based on the combined computing power of all “miners” and “users”. It has no central point to attack. Think of how Hollywood and the government have attempted and failed at shutting down bittorrent due to the fact that it has no central attack point. Bitcoin follows this model.

The Government does not issue bitcoin; they cannot control it and thus does not like it. What’s the kicker of all this? Bitcoin has risen in value by over 2,200% in one year.

Of course a price rise such as this always raises a red flag, but it seems for now that the people may be onto something. The long term rise of gold, silver and bitcoin does show one thing. People are losing faith in government issued fiat currencies and that is what central banks fear most of all.

Click the below infographic by “Visual Capitalist” to learn a brief overview of bitcoin:

Crowdsourcing – ein Begriff, drei Unterkategorien und zahlreiche Einsatzmöglichkeiten

Crowdsourcing ist zu einem Modewort geworden – nur verstehen tun ihn die Wenigsten. Das ist nicht erstaunlich, denn Crowdsourcing kann verschiedene Ausprägungen haben. Trotz oder gerade durch die Vielfalt: Crowdsourcing hat sich etabliert und das Beste: Es kann von jedem User betrieben werden.

WhatCanIDoWithCrowdFunding

FAQs zu Crowdsourcing: Wer macht Crowdsourcing? Wo findet Crowdsourcing statt?

Crowdsourcing findet im Web statt, mehrere Internetnutzer tauschen sich zu einem Thema aus oder bearbeiten gemeinsam ein Projekt:

  • Es gibt Crowdsourcing-Plattformen, die eigens für den Austausch von Informationen gegründet worden sind. Ein bekanntes Beispiel ist die Brainstorming Community Atizo. Auf dieser Plattform bringen täglich tausende User ihre Ideen zu Fragen und Produkten von Unternehmen ein.
  • Daneben gibt es zahlreiche Crowdsourcing-Kampagnen von Unternehmen, oft werden dabei die Kunden in die Produktentwicklung miteinbezogen. Eine nennenswerte Kampagne läuft seit 2010 von Amazon: Amazon Studios. Einerseits können Nutzer mithelfen eine Serie oder einen Film zu entwickeln und andererseits können aktuelle Filme getestet und bewertet werden.
  • Crowdsourcing kann aber auch jeder einzelne User betreiben! Ein Beispiel wäre eine Schnellrecherche in einem sozialen Netzwerk oder einem Forum: Der Nutzer stellt eine Frage an die Nutzer oder gibt einen Suchbegriff ein und erhält in kurzer Zeit viele Antworten darauf.

Neben dem eigentlichen Sammeln von Ideen mittels der Crowd gibt es 3 Unterkategorien zu Crowdsourcing, welche wir genauer anschauen möchten:

  • Crowdfunding: Viele Menschen finanzieren gemeinsam ein Projekt: Aus einer Idee wird ein Projekt, welches von der Community bewertet bzw. getestet wird. Die Mitglieder können dann ein Projekt mitfinanzieren und erhalten am Ende u.a. das fertige Produkt, ein individuelles Geschenk oder eine Gewinnbeteiligung. Darüber hinaus erhalten Unterstützer eine emotionale Beteiligung am Projekt, sei es durch Entertainment durch den Projektverlauf oder einen Wissensvorsprung durch exklusive Informationen. Die grösste deutschsprachige Crowdfunding-Community ist Startnext.  url2
  • Microworking: Eine Arbeit wird in kleinere Teilaufgaben aufgeteilt, die dann von der Community erfüllt werden. Am Schluss werden die einzelnen Aufgaben wieder zu einem Gesamtergebnis zusammengesetzt. Ein bekanntes Beispiel ist Crowd Guru. Ihr Kerngeschäft: Grosse Projekte wie Texterstellung, Recherche oder Datenaufbereitung von seinen Auftraggebern in Mikrojobs aufzuteilen und von Mikrojobbern (Gurus) erledigen zu lassen.
  • Co-Creation: Die Community erschafft gemeinsam ein kreatives Werk. Bekannte Communities: Crowd Spring und 99 designs. Dabei werden die Gestaltung von Logos, Websites und andere kreative Prozesse an die Community ausgelagert.

Quellen:

Allemann, Dominik (2011): Was ist eigentlich…: Crowdsourcing? http://bernetblog.ch/2011/08/16/was-ist-eigentlich-crowd-sourcing/

CrowdsourcingBlog (2012): CS Verzeichnis. http://www.crowdsourcingblog.de/crowd-sourcing-verzeichnis/profiles/

Startnext (2012): Was ist Crowdfunding? http://crowdfunding.startnext.de/

Checkliste Krisen Kommunikation

Das schwirrt mir schon lange durch den Kopf. Und heute ist ein guter Tag, meine Vorschläge für eine Krisenkommunikation endlich hier zu teilen. Genau heute vor einem Jahr haben Barbara Schwede und Dani Graf ihre Shitstorm Skala vorgestellt und ich empfehle die noch immer gern. Auch im bernet.blog finden sich wertvolle Tipps, aber eine Checkliste konnte ich nirgends finden.

Feuerwehr sind wir in der Kommunikation auch manchmal.

sind wir in der Kommunikation auch manchmal.

Ist man für die Unternehmenskommunikation verantwortlich, schadet es nichts, sich vorzubereiten, falls es mal richtig heiss her geht. Social Media ist sicher nicht schuld, aber aus einem Funke entfacht sich heute schneller ein richtiges Hexenfeuer. Voran gegangen sind aber immer ein Missgeschick, ein schlechter Service, fehlerhaftes Angebot etc. Unabhängig von der Schuldfrage ist meistens klar, dass man sich den Äusserungen stellt und kommunikatorisch begegnet. (Damit meine ich nicht Kleinreden). Mit einer Checkliste kann man sich im Ernstfall vielleicht besser auf den Inhalt konzentrieren.

Ich hab meine Vorschläge in ein google Form gepackt, weil mir kein anderes Tool einfällt. Falls jemand eine bessere Idee hat, bitte her damit, dann setzen wir das schöner um und der Ideengeber wird ehrenvoll erwähnt. Das Formular könnt Ihr kopieren, erweitern und benutzen wie es am besten zu euch passt und mir bitte auch sagen, ob es euch was nützt. Achtung ! es ist auch ein Experiment. Bitte wirklich kopieren und bearbeiten, sonst ändert ihr das eingebettete Formular hier ;) ich vertrau euch.

Dieser Beitrag Checkliste Krisen Kommunikation erschien zuerst bei Corporate Dialog.

Mobile Website: Stolpersteine und K.O.-Kriterien

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Alles, jederzeit, überall erhalten – deshalb kaufen Leute online ein. Damit sie auf dem Weg zur Kasse nicht abspringen, müssen Online-Shops konsequent aus der Perspektive des Nutzers konzipiert und gestaltet sein. 5 K.O.-Kriterien, gültig für alle Mobilen Webseiten, aufgeschnappt aus einem Referat an der Internet World Messe in München.

Weshalb kaufen Leute online ein? Weil sie so nicht an die Öffnungszeiten gebunden sind. Weil es schneller geht. Und weil sie sofort die Preise vergleichen können. Das waren die häufigsten Antworten der  Teilnehmer (n = 904) einer Umfrage (PDF) im Auftrag der Veranstalter der Internet World Messe. Flexibilität und Geschwindigkeit sind also massgebend, wenn es um die Nutzung von Online-Shops geht.

Bei Online-Shops wirken sich Design und Konzeption sehr direkt auf Verkaufszahlen aus. Was für Online-Shops gilt, gilt aber auch für Online-Auftritte ohne Warenkorb und Kasse. Denn die Nutzer springen hier wie dort aus ähnlichen Gründen ab.

Mobile Geräte machen die Nutzung mobiler

Wenn Flexibilität die Maxime ist, dann wird auch Mobile first zur Selbstverständlichkeit. Befragt nach der Nutzung von Endgeräten zeigt sich in der Umfrage der Internet World folgendes Bild:

Gerätenutzung Umfrage Internet World

Quelle: ibi research / Internet World Messe 2013: Digitalisierung der Gesellschaft (www.ibi.de)

Gleich nach dem Notebook folgt also das Smartphone. Gefragt nach dem Gerät, das in Zukunft für das Online-Shopping eingesetzt werden wird, nannte die Mehrheit den Tablet-Computer. Eine Aussage, die mit den Marktforschungsergebnissen von Kunde LeShop.ch übereinstimmt.

K.O.-Kriterien für Mobile Auftritte

Je mobiler der Mensch das Internet nutzt, desto mobiler wird auch sein Nutzungsverhalten. Und desto konsequenter müssen Online-Auftritte auf den Nutzer ausgerichtet werden. Die folgenden Merkpunkte aus dem Kurz-Referat von Andreas Herde, E-Commerce-Spezialist bei der Agenturgruppe UDG, sind K.O.-Kriterien für mobile Anwendungen:

  • Smartphones werden während mehr als der Hälfte der Zeit zu Hause genutzt. Auf dem WC, beim Fitness, auf der Couch. Ist Ihre Website, ihr Inhalt und die Bedienung darauf ausgerichtet?
  • Die Maus ist tot. Mobile Geräte werden hauptsächlich mit dem Daumen bedient. Immer öfter mit der Stimme, mit optischen Gesten und auch schon mit den Augen. Worauf reagiert Ihre Anwendung?
  • Mobile-Nutzer sind etwas geduldiger als Desktop-Nutzer, aber immer noch ungeduldig: Nach 5 Sekunden Ladezeit sind sie spätestens weg.
  • Nutzer steigen aus, wenn sie aufstehen müssen – vom Sofa, dem WC oder dem Küchentisch. Zum Beispiel um ein Formular auszufüllen oder die Kreditkarte zu holen.
  • Nutzer brechen ab, wenn sie in Formularen zu viel von sich preisgeben müssen. Benötigen Sie wirklich alle 10 Felder, oder reichen 3?

Das Detail zählt

Die Liste oben ist natürlich unvollständig. Schranken sind oft in Details versteckt, es sieht sie nur, wer Websites und Applikationen von den Zielgruppen testen lässt.

Weiterführend:

bernetblog: Mobile Webseite oder App? Argumente und infografik zur Entscheidung
E-Commerce-Magazin Internet World Business zu Mobile Commerce: Wiederholungstäter, Drängler und Gelangweilte

So stellt man das bei Twitter richtig an

Diese Infografik, die ich bei Daniel Rehn entdeckt habe, zeigt sehr schön, worauf es bei Twitter ankommt. Und wer zwischen den Bildern liest versteht, dass es auch hier um Handwerk geht, das erst dann erfolgreich ist, wenn es sorgfältig ausgeübt wird. Und das beginnt mit einem richtigen Profilbild, einer aussagekräftigen Bio (Kurzbeschreibung zum Twitteraccount), zuhören
[weiter...]

Android ist tot! [Updated]

Android is dead!

Bildquelle: http://blog.karocena.com/

Nein, das hier ist kein Hass-Artikel gegen Android und es ist auch nicht meine Aussage. Dank Stereopoly bin ich auf den interessanten Artikel von Fabrizio Capobianco gestossen in dem er folgende Behauptung in die Runde wirft:

Google has killed Android (the brand)

Die Begründung liegt darin, dass Google den Brand Android zu sehr vernachlässigt hat. Wenn ein potentieller Kunde ein neues Smartphone möchte, geht er nicht in den laden und erklärt dem Verkäufer, dass er ein Android-Smartphone haben möchte. Der Kunde ist in den allermeisten Fällen bereits gut informiert und möchte sich das HTC und Samsung Smartphone noch etwas genauer anschauen. Stillschweigen nimmt hin, bzw. weiss es, dass das Smartphone mit Android als OS läuft.

Warum Android als Marke nicht so stark sein kann, wird auch daran liegen, dass Google das OS soweit geöffnet hat, dass jeder Hersteller am OS noch etwas herumbasteln kann. Wer schon mal ein Google Nexus Smartphone in den Händen hatte mit dem original Android, der weiss dass dieses OS um Welten schneller ist als ein Android auf einem Samsung-Gerät weil Samsung sehr viel Eigenprogrammierung ins OS steckt. Das wiederum ist der Grund, warum Android Updates nicht zeitnahe auf alle Geräte gespielt werden können und warum die Oberflächen jeweils doch nicht so ganz identisch sind.

Natürlich ist aber auch der Gedanke nahe, dass Android als Marke dem Google Konzern egal sein kann. Android ist nicht so wichtig. Es ist aber wichtig, dass Google wahrgenommen wird als Innovator. Von daher kann es auch gut sein, dass dieser Schritt ganz bewusst gegangen wurde, bzw. noch vollendet wird. Dem Endkunde wird es egal sein ob Android auf dem Smartphone ist. Es muss ein Smartphone von der Hersteller Marke XY sein und die Google Dienste müssen einwandfrei laufen… Kein Wunder also will Google auch im Hardware Markt mitmischen.

Update, 23. Februar 2013 13:30
Ich bin mir nicht sicher ob die Kommentatoren den Artikel wirklich gelesen haben… Es geht hier nicht um Android als Betriebssystem, sondern Android als Marke! Das Google Betriebssystem ist sicher eine solide Sache und verbreitet sich nicht nur in Smartphones und Tablets, sondern auch in Kameras und anderen Gerätschaften. Das Google OS kann man kaum mehr wegdenken. Ich persönlich komme mit dem Android OS nicht so wirklich klar, das hat aber auch damit zu tun, weil ich seit sechs Jahren iOS benutze und nicht wirklich wechseln muss. Dennoch respektiere und schätze ich Android als OS. Es gibt in Android, wie auch Windows Mobile 8, Elemente und Funktionen, welche ich bei iOS vermisse. Für mich persönlich stimmt aber das Ökosystem von Apple. Und solange das so ist, muss ich nicht wechseln.



Letzter Kommentar

Renato Mitra

Google hat zum Glück erkannt, dass sie nur stark sein können, wenn sie neben der Software auch die Hardware liefern. Wie Apple. Denn das Google Nexus Smartphone ist um Welten besser als die Geräte von Samsung, HTC und Co. Und auch mit Nexus Q, Chromebook und Glass kann Google noch so einiges bewegen. Jedoch nur die wenigstens werden realisieren, dass die Geräte mit Android angetrieben werden.

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Der Artikel Android ist tot! [Updated] von Renato erschien zuerst auf ApfelBlog.ch am February 23rd, 2013 07:40 AM.
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