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Wissenslücken in Unternehmen

13 Sep

In einem längeren Artikel auf Spiegel Online finden sich ein paar interessante Absätze, die ich gerne hier wiedergebe:

Um Negativ-PR im Internet einzudämmen, müssen Unternehmen auf neue Informationen schnell reagieren. Genau damit sind viele überfordert: Mal reagieren sie überhaupt nicht auf die Kritik im Netz, mal übertreiben sie, etwa indem sie Blogs, die kaum jemand liest, verklagen – oder, wie im Falle der Bahn geschehen, PR-Agenturen dafür bezahlen, Foren von Online-Portalen wie SPIEGEL ONLINE mit Einträgen zu überfluten.

Hauptgrund dafür ist Experten zufolge, dass vielen Führungsetagen noch immer die Kenntnis über die Wirkungsmechanismen sozialer Netzwerke fehlt. “Ernüchternd gering” sei das Social-Media-Wissen deutscher Vorstände, spottet Kommunikationswissenschaftler Fank. “Es gibt Firmen, da googelt ein Praktikant ab und zu den Firmennamen – mehr nicht.” Viele Unternehmen seien zudem unschlüssig, welcher Abteilung sie Experten für soziale Medien unterstellen sollen – manche halten die Marketing- oder PR-Abteilung für zuständig, andere die IT.

Auch eine Umfrage, die Fank und einige Mitarbeiter der FH Köln 2008 unter 141 Unternehmen durchgeführt haben, deutet darauf hin, dass es in vielen Unternehmen Unsicherheiten im Umgang mit sozialen Medien gibt: 42 Prozent der befragten Firmen gaben an, überhaupt kein Online-Monitoring durchzuführen. 60 Prozent der Unternehmen gaben an, auf Falschmeldungen gar nicht reagiert zu haben, 30 Prozent verfassten nach eigenen Angaben eine Gegendarstellung oder veranlassten die Löschung des Beitrags.

Quelle: Spiegel Online

 
 

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